Peter van Dongen

Peter van Dongen (geb. 1966) veröffentlichte 1990 mit „Muizentheater" (dt.: "Mäusetheater") seine erste Comicgeschichte. 1991 erhielt er für diese spannende Geschichte, die von zwei Jungs aus der Arbeiterklasse handelt, den niederländischen "Stripschapprijs" für den besten Comic des Jahres.

Acht Jahre arbeitete Peter van Dongen allein am ersten Band seiner fulminanten Graphic Novel Rampokan. Der Autor präsentiert die Geschichte des Unabhängigkeitskampfes in Indonesien in einer atemberaubenden klaren Linie mit Sepia-Färbung. 2004 erschien der zweite Teil der Geschichte Rampokan: Celebes in den Niederlanden. Im Jahr 2005 organisierte van Dongen eine Reihe von Ausstellungen mit Werken von indonesischen Künstlern wie Tita und Anto Motulz an mehreren Standorten in Java.

Peter van Dongens Interesse für diese Epoche entstand nicht zufällig: Er lernte Indonesien durch die Erzählungen seiner chinesisch-indonesischen Mutter kennen. Ihre traumatischen Erinnerungen an das Bombardement der Hafenstadt Makassar ließen ihn nachdenklich werden. Und so entstand mit Rampokan nicht nur ein spannender, sondern auch historischer und psychologischer Comic-Roman über einen Abschnitt niederländischer Kolonialpolitik - ein durchaus gewagtes Experiment.

Van Dongen gilt als einer der innovativen Erzähler moderner Bildgeschichten in den Niederlanden.