Ausstellung: "Der Mythos Eternauta" im Literarischen Colloquium Berlin

28.04.2016

Héctor Germán Oesterheld: Der Mythos Eternauta
Comic-Ausstellung. 10. Mai bis 10. Juli 2016

Die Ausstellung ist nun nach dem überaus erfolgreichen Start im Literaturhaus Stuttgart im Literarischen Colloqium Berlin zu sehen.

„El Eternauta” nannte der Comicautor Héctor Germán Oesterheld die Science-Fiction-Serie, die er mit dem Zeichner Francisco Solano López 1957 begann. Sie wurde ein Erfolg: Weil Juan Salvo kein Superheld ist, sondern nur stark, wenn er mit seinen Freunden gemeinsam kämpft. Als 1976, knapp 20 Jahre später, das Militär sich an die Macht putscht und die gewaltsamste Diktatur der argentinischen Geschichte beginnt, geht Oesterheld gemeinsam mit seinen vier erwachsenen Töchtern in den Untergrund, um gegen die Militärs zu kämpfen. Es ist ein aussichtsloser Kampf. Sieben Jahre später sind 30.000 Argentinier tot oder verschwunden, unter ihnen auch H.G. Oesterheld und seine Töchter. Für die Familien der Hinterbliebenen und das ganze Land ist der »Eternauta« seither ein Symbol: Für den Widerstand gegen die Diktatur und die endlose Suche nach ihren Liebsten. Parallel zur Ausstellung erscheint dieser Klassiker der Comicgeschichte im avant-verlag zum ersten Mal auf Deutsch.

Zur Vernissage am 10. Januar um 20 Uhr sprechen die Autorin María Cecilia Barbetta, die Soziologin und Literaturwissenschaftlerin Estela Schindel und der Verleger Johann Ulrich. Es moderiert Jens Balzer, Comicexperte und stellvertretender Feuilleton-Ressortleiter der Berliner Zeitung.

Die Ausstellung wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Sie ist ein Projekt des Literaturhauses Stuttgart und wurde kuratiert von Anna Kemper (ZEITmagazin). Im LCB ist die Ausstellung bis zum 10. Juli zu sehen. Die Botschaft der argentinischen Republik unterstützt den Abend und lädt im Anschluss zu argentinischem Wein und Empanadas.
Eintritt 8 € / 5 €*

Im angegebenen Zeiraum ist die Ausstellung vor und nach den Abendveranstaltungen bzw. nach telefonischer Voranmeldung (030-8169960) zu sehen.


Literarisches Colloquium Berlin

Am Sandwerder 5
D-14109 Berlin

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